Eine bewegte Zeit

Die Kaiserin Friedrich-Stiftung (KFS) für das ärztliche Fortbildungswesen ist benannt nach der ältesten Tochter der Queen Victoria und Albert von Sachsen-Coburg und Gotha: Victoria Adelaide Mary Louisa, Prinzessin von Großbritannien und Irland (1840–1901). Victoria nahm nach dem Tod ihres Mannes Kaiser Friedrich III, dem deutschen 99-Tage-Kaiser, den Namen Kaiserin Friedrich an und widmete sich der ärztlichen Fortbildung.

Die Kaiserin Friedrich-Stiftung wurde 1903 auf Initiative von Ernst von Bergmann, Robert Kutner und Friedrich Althoff in Berlin gegründet und zur Trägerin des Kaiserin Friedrich-Hauses bestimmt, das zwischen 1904 und 1906 aus privaten Spenden errichtet wurde.

Als gemeinnützige Einrichtung hat sie sich bis zum Ende des 2. Weltkrieges der Pflege und Fortentwicklung ärztlicher Fortbildung gewidmet. Nach 1945 ruhte die Stiftungstätigkeit bis 1972, als sie auf Initiative von Wilhelm Heim in Berlin-West reaktiviert wurde.

Nach der Wiedervereinigung der Stadt wurde die Stiftung wieder in ihre alten Rechte eingesetzt und konnte im Herbst 1992 in ihren im Regierungsviertel in Nähe zur Charité gelegenen Stammsitz – das Kaiserin Friedrich-Haus – zurückkehren.